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MONS
Kapelle des Heiligen Calixt – Museum des Grafenschlosses


Photos 11152726.JPGAus der Kapelle ist ein Museum geworden. Mehrere Schautafeln erläutern die Entwicklung des Ortes, einschließlich der Fortschritte bei der Restaurierung des Uhrturms. In Vitrinen werden archäologische Entdeckungen ausgestellt, die vor Ort gefunden wurden. Dabei handelt es sich insbesondere um Keramikfragmente, einen Teil eines Kettenhemdes, Rammsporne, einen Eisenhelm und vieles mehr. Der Besuch ermöglicht den Blick auf die geheime Ausfallpforte des Schlosses, die auf die "Rue Marguerite Bervoets" führt und "Tour César" genannt wird. Über ein Gässchen ist sie die Verbindung zwischen der "Rue Marguerite Bervoets" und der so genannten "Ruelle César". Ihre Entstehung geht auf das 14. Jahrhundert zurück. Die liegenden Figuren in der Krypta aus dem 11. Jahrhundert sind originalgetreue Nachbildungen der Könige von Frankreich, Philipp VI. von Valoi und Karl V. der Weise, deren Originale sich als Werke des aus dem Hennegau stammenden Bildhauers André de Beauneveu im Louvre (Paris) und in Saint-Denis befinden. Die Kapelle wurde als ältestes religiöses Bauwerk von Mons im Jahr 1051 von der tatkräftigen Gräfin Richilde erbaut, die dort die Reliquien des Papstes Calixt unterbringen wollte, der als Märtyrer im 3. Jahrhundert starb. Die kleine Kapelle mit ihren ungeheuer dicken Mauern (was ihre lange Lebensdauer erklärt) wurde aus Sandstein von Bray errichtet. Sie besteht aus zwei Räumen: Der erste Raum ist der Chor und verfügt über ein Gewölbe, der andere Raum ist mit einer Holzdecke versehen. Das Gewölbe besteht aus Weißstein und war einst mit römisch-byzantinischen Fresken verziert. Man hat dort Originalteile gefunden, insbesondere ein Haupt von Christus und einen Drachenkopf. Die heutigen Fresken sind neuerer Natur und stammen aus dem Jahr 1951. Sie wurden von dem Künstler Edmond Dubrunfaut gefertigt und gehen auf Zeichnungen zurück, die 1873 gefertigt wurden und von byzantinischen Fresken des 11. und 12. Jahrhunderts auf einer der Chormauern "abgemalt" wurden.
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