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HARZE-AYWAILLE
Müllerei- und Bäckereimuseum


Photos M70994.JPGDie Scheune, in der sich heute das Müllerei- und Bäckereimuseum befindet, gehört zu den außergewöhnlichen Nebengebäuden des Château de Harzé. Das Museum macht den Besucher mit dem gesamten Prozess der Brotherstellung von der Aussaat des Korns auf dem Feld bis zum fertigen Brot in der Bäckerei vertraut. Herzstück der Ausstellung ist ohne Zweifel der Nachbau einer echten Wassermühle, deren gesamter Mechanismus vom Wasserrad (das durch Wasser aus einem Reservoir betrieben werden kann) bis zum Mühlstein (1 500 kg) für den Besucher einsehbar ist. Mithilfe von Räderwerken und Zahnrädern wird der Anfangsimpuls auf eine Geschwindigkeit von 10 bis 20 Umdrehungen pro Minute erhöht. So interessant kann Physik sein! Das Château de Harzé war ursprünglich ein einfaches befestigtes Haus. Sein modernes Aussehen hat es im 17. Jahrhundert erhalten. In der Mitte eines Nebengebäudes, in dem heute Fremdenzimmer sind, öffnet sich unter den Wappen der Familie de Suys-de Lynden eine monumentale Vorhalle, von der aus man Zugang zu einer großzügigen Esplanade hat. Von dort blickt man auf die nüchterne, eindrucksvolle rückwärtige Fassade, an der sich in der Mitte ein mächtiger viereckiger Turm mit einem Glockenturm erhebt. Ein- und doppelsprossige Fenster wechseln sich an der Rückseite ab, aufgelockert durch einen Balkon und eine eindrucksvolle Freitreppe. Eine Tür am Fuße des Turmes führt zum ehemaligen Küchentrakt mit roten Ziegelgewölben. Über eine steinerne Brücke geht es weiter zum Haupteingang. Im Giebeldreieck der Vorhalle sieht man die barocken Wappen der Familie de Rahier-de Berlaymont, dann folgt der Ehrenhof mit seinem zentralen Brunnen. An der Hauptfassade erstreckt sich die hübsche Galerie von Ernest de Suys mit ihren Rundbögen und toskanischen Säulen. Auf der gegenüberliegenden Seite beschließt ein Geländer hoch über der Lambrée den Hof. Im Innern des Schlosses beeindruckt die Salle des Comtes [Grafensaal] mit ihrer imposanten Holztäfelung und der Ausstattung aus Cordaba-Leder, die den Luxus längst vergangener Zeiten erlebbar machen.
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