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MONTQUINTIN
Museen der Gaume - Museum des bäuerlichen Lebens Montquintin


Photos 11061412.JPGIm Wohntrakt befinden sich Küche und Stube. Die Feuerstelle in der Küche war bis zur Verbreitung des Holzofens im 18. Jahrhundert die einzige Wärmequelle im Haus. Das Mobiliar im lothringischen Stil und die Haushaltsgeräte gewähren dem Besucher einen lebendigen Einblick in den häuslichen Alltag mit seinen typischen Verrichtungen, wie er noch bis zur Zwischenkriegszeit an der Tagesordnung war. In den Nebengebäuden illustrieren landwirtschaftliche Gefährte und Gespanne (Leiterwagen, Kipper) sowie Gerätschaften aus den Bereichen Ackerbau und Viehzucht (vom Pflug bis zum Pferdewagen), wie sie noch bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts gebräuchlich waren, den Arbeitsalltag. Das rekonstruierte Klassenzimmer erinnert an die ehemalige Dorfschule, die im 19. Jahrhundert im Zehnthof untergebracht war. Ursprünglich war der 1765 erbaute Bauernhof ein Zehnthof, der im Laufe des 19. Jahrhunderts zur Dorfschule umgenutzt wurde. Seit 1965 befindet sich dort das Museum des bäuerlichen Lebens, und der Gebäudekomplex wurde bis heute in seinem typisch ländlichen Stil bewahrt. Er besteht aus drei aneinander gereihten Gebäudeeinheiten (Wohntrakt, Scheune und Stallungen mit Heuboden), deren Maueren aus dem frostempfindlichen Kalksandstein der Region bestehen, die mit einer schützenden Kalkschicht versehen sind. Diese Kalkschicht verleiht dem Anwesen seinen typischen Charakter: Die Form der Steine ist unter dem Kalk deutlich zu erkennen, und je nach Stand der Sonne ergeben sich faszinierende Schattenspiele. Fenster- und Türöffnungen haben eine ockerfarbene Umrandung, und das flach geneigte Dach ist mit römischen Leistenziegeln ("Kanalziegeln") gedeckt.
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