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VISE
Museum Visé


Photos 11122310.JPGDas Museum Visé ist ein allgemeines Museum, das Sammlungen zum Erbe der Lütticher Basse-Meuse [Untere Maas] (Bassenge, Blegny, Dalhem, Fouron, Oupeye und Visé) und insbesondere des Ortes Visé zusammenträgt. Daraus ergibt sich eine Vielzahl an Themenbereichen: Geologie, Fossilien, Archäologie von der Vorgeschichte bis heute, Bestattungsriten und Architektur (Kirchen, Häuser, Schlösser) werden in zwei Sälen behandelt. Das lokale Leben mit der Geschichte der bedeutendsten Bauten und den lokalen Traditionen, regionale Industrien und Erzeugnisse sowie einheimische Künstler wie J. Donnay, J. Cambresier werden ebenfalls vorgestellt. Im letzten Saal schließlich geht es um die örtlichen Vereine, das Militär in früheren Zeiten, Befestigungsanlagen und die zwei Weltkriege, insbesondere um den ersten. Wechselnde Ausstellungen nebst Monographien komplettieren das Angebot, das von großer Bedeutung für die Region Lüttich und die gesamte Euregio ist.
Das Kulturzentrum befindet sich dort, wo einst ein gallo-römischer Vicus lag. Vom 8. bis zum 16. Jahrhundert stand dort ein großer Bauernhof, es folgten ein Kloster und eine Schule (1616–1824) sowie weitere Schulen, zuletzt das Königliche Athenäum von Visé (1936–1983). Das Kulturzentrum ist seit 1989 dort beheimatet, und das von der Société Royale Archéo-Historique [Königliche archäologische und historische Gesellschaft] unterhaltene Museum ist eines seiner bedeutendsten Projekte. Nachdem das Gebäude am 15. August 1914 einem Brand zum Opfer fiel, wurde es 1925 von dem Architekten Thuillier rekonstruiert. Es hat seinen typischen Maas-Stil mit Sprossenfenstern, Kalkblenden, verschiedenen Baumaterialien und Rundbogen über der Tür usw. behalten. Das Museum befindet sich gegenwärtig im Ostflügel des Gebäudes direkt neben dem ehemaligen Klostergarten und der Kapelle, in der wechselnde Ausstellungen stattfinden. Das Portal der Kapelle, ein Flachrelief und der Turm stammen aus dem 17. Jahrhundert, der Rest wurde nahezu originalgetreu rekonstruiert.
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