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HORNU
Museum für zeitgenössische Kunst der Communauté française (M


Photos 04154960.JPGZiel des Museums für zeitgenössische Kunst ist es, ein Projekt mit humanistischem Ansatz zu entwickeln, in dem die Gesellschaft und ihre Mitglieder eine zentrale Position einnehmen. Es geht nicht darum, die Meisterwerke einer Mythologie der zeitgenössischen Kunst zusammenzutragen, wie es bereits viele andere europäische Museen tun. Mit seinen Erwerbungen strebt das Museum nach Universalität, die auf der Fähigkeit der Künstler gründet, die Vielfalt der Welt in einem einzigartigen Werk festzuhalten. Aus diesem Grunde hat der Beraterausschuss für Neuerwerbungen, der sich aus belgischen und internationalen Fachleuten zusammensetzt, in Anlehnung an die Geschichte des Standortes den Themenkomplex "Erinnerung, Architektur und Poesie" als Leitfaden für das Museum gewählt. Nach dem Vorbild der ersten Erwerbung, "Les Registres du Grand-Hornu" des französischen Künstlers Christian Boltanski, der die Identitäten der Bergarbeiter freilegt, die früher dort arbeiteten, wo heute das Museum steht, versteht sich die Politik des Museum als Versuch einer poetischen Inventarisierung der Welt. Es will zeitgenössische Kunst nicht als gesonderte Kategorie verstanden wissen, sondern als lebendigen Teil der Gesellschaft. In diesem Sinne ist die Sammlung des MAC's ein allen Mitgliedern der Gesellschaft zugängliches kulturelles Erbe. Die architektonische Gestaltung des MAC's, das aus einem renovierten und einem neu erbauten Teil besteht, ist die Frucht einer engen Zusammenarbeit zwischen Gesellschafter, Nutzer und Architekt. Seine zeitgenössische Form, die dem Imperativ von Kreativität, Machbarkeit und Funktionalität gehorcht, zeugt von dem Bestreben, sich sowohl in den räumlichen Kontext einzufügen als auch den eigenen Zwecken zu genügen. So besteht ein Charakteristikum des Museums, dessen lang gestrecktes Gebäude an die ehemaligen Werkstätten grenzt, darin, dass es sich an mehreren Orten zum Werkskomplex Grand-Hornu öffnet. Der gemeinsame Eintrittskartenverkauf von Museum und Grand-Hornu im ehemaligen Lampenputzraum soll für eine Mischung des Publikums sorgen und jedem Besucher die Möglichkeit bieten, die Besichtigung des Werkskomplexes mit einem Museumsbesuch zu kombinieren. Jeder Saal des Museums wurde von Pierre Hebbelinck in einer ganz besonderen Morphologie gestaltet, die gleichzeitig eine optimale Präsentation der ausgestellten Werke und große Bewegungsfreiheit für den Besucher möglich macht. Neben seinen Ausstellungsräumen, Magazinen und Büros verfügt das MAC's über einen Hörsaal mit 60 Plätzen, eine Kinderecke, eine Cafeteria, einen Empfangssaal und einen Museumsshop.
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