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FERRIERES
Spielzeugmuseum


Photos 11082070.JPGMehr als 6 000 Spielzeuge aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert bis in die späten 1970er-Jahre: Spielzeug aus Holz, aus handwerklicher Produktion, mechanisches und musikalisches Spielzeug, Gesellschaftsspiele, elektrische Eisenbahnen, Spielzeugautos und andere Fahrzeuge in verschiedenen Größen, Teddybären, Miniatursoldaten, Puppen, Kinderwagen, Kaufläden, Spielzeugherde, Nähmaschinen, Miniaturküchen u.v.m. Bemerkenswert unter den Spielzeugen aus belgischer Produktion sind insbesondere: die Pferde aus Pappmaché von NAZAIRE-BEEUSAERT, die zwischen 1920 und 1960 in Deinze (Gent) hergestellt wurden; die Kollektion von Zügen, darunter eine Lok (das letzte produzierte Modell), die 1945-1965 von der ursprünglich in Lüttich ansässigen und später in Jupille niedergelassenen Firma GILS hergestellt wurden; ein großes Puppenhaus (1913), das eigens für eine Lütticher Familie angefertigt wurde; eine Sammlung von CHANTRAIN-Puppen (1920?1930, Brüssel), GAUMEL (1937, Hoboken), WATHELET (1920?1958, Brüssel), UNICA (1921-1970, Courtrai), E.V.F. (1932, Ernest Villain de Forchies-la-Marche), eine Auswahl von Gerätschaften zum Nachspielen einer Messe, ein Spiel, das in Belgien vom 18. Jahrhundert bis Ende der 1960er-Jahre sehr populär war; von M. Klimov von 1938-1970 in Lüttich hergestellte DURSO-Figuren; Konstruktionsspiel aus Steinpappe von BATIMA (1920-1950, Ixelles), Miniaturporzellanservice aus Manufakturen in Nimy, Andenne oder Brüssel sowie Küchenutensilien aus Aluminium aus der Kunstschmiede von Bouillon; ein kleines handgefertigtes musikalisches Karussell (1968, Ensival), eine Miniatur des Karussells "Polleur d'Amay", das zu Beginn des Jahrhunderts auf dem Lütticher Jahrmarkt stand (mehr als 3 000 Betriebsstunden), einzigartige Miniaturreproduktionen von landwirtschaftlichen Maschinen (die auch noch funktionieren!), hergestellt von einem rüstigen Achtzigjährigen (Bomal, Durbuy); kleine, von der Firma BONHOMME produzierte Plastiktiere (die Firma war auf die Herstellung von Armen und Händen für Schaufensterpuppen spezialisiert und hat diese Spielzeuge während des Krieges heimlich produziert). Auch bei dem in anderen Ländern produzierten Spielzeug gibt es einiges zu entdecken: Vitrinen mit Autos der Fabrikate SCHUCO und MÄRKLIN (Deutschland) sowie DINKY TOYS (1933?1987, Großbritannien) und MATCHBOX (1947, USA); Baukästen, insbesondere von MECCANO (Großbritannien); Puppen wie den PETIT COLIN (Frankreich), Puppen der Marke SCHILDKRÖT (Deutschland) oder weitere deutsche und englische Puppen-die älteste Puppe des Museums ist von BELTON (1850, Frankreich); Boules- und Ringwurfspiele, Billard und Kegelspiele (eines aus dem französischen Jura). Kuriositäten: eine ungewöhnliche Sparbüchse aus Deutschland oder ein Puppe mit drei Gesichtern. Gemeindegebäude aus dem Jahr 1875, diente als Schulgebäude. Die Schule war im südlichen Trakt untergebracht, die Wohnung des Lehrers im nördlichen. Bis 1982 war das Gebäude Heimat für mehrere Schulen. Das Spielzeugmuseum ist seit 1984 dort untergebracht. Der hintere Gebäudeteil wurde beim Bau des neuen Flügels abgerissen (1998). Das imposante Gebäude ist ein typisches Schulgebäude seiner Zeit. Anordnung, Aufteilung und Größe der Räume waren durch die Schulgesetze von 1852 und 1874 festgelegt. Seine perfekte Symmetrie lässt die Anordnung der Räume im Innern erahnen. Satteldach, halbrunde Regenrinne, kein Gesims. Kalkstein. Ecken und Mittelteil der Fassade vorspringend mit rosafarbenen Fugen (Vorsprung). Dreieckiger Giebel. Vorspringende Fensternischen mit geradem Sturz.
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